Kirchenaustritt

Allgemeines

Um aus einer Kirche, Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsgesellschaft des öffentlichen Rechts auszutreten, bedarf es einer sogenannten Kirchenaustrittserklärung. Es kann nur der Austritt aus einer Gemeinschaft erklärt werden, welche Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. Die einzelnen deutschen Bundesländer haben unterschiedliche Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt.

Zuständigkeit

Zuständig für die Entgegennahme einer Austrittserklärung ist in Rheinland-Pfalz das Standesamt, in dessen Amtsbezirk die austretende Person ihren Wohnsitz bzw. gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Formen der Austrittserklärung

Es gibt zwei mögliche Formen, den Kirchenaustritt zu erklären:

1. mündliche Erklärung

Hier spricht die betreffende Person persönlich im Standesamt vor und lässt ihre Austrittserklärung in einer Niederschrift beurkunden. Der Standesbeamte/die Standesbeamtin nimmt die Erklärung entgegen und erteilt eine Bescheinigung, in der die Wirksamkeit bestätigt wird. Sie ist die überwiegende und sinnvollste Erklärungsart, weil im Rahmen der Beurkundung gleich alle erforderlichen Angaben erhoben und auf diese Weise unnötige Rückfragen vermieden werden.

Bitte nicht vergessen: gültigen Personalausweis oder Pass mitbringen!

2. schriftliche Erklärung

In diesem Falle erklärt die austretende Person in einer formlosen Erklärung schriftlich ihren Willen, aus der darin eindeutig bezeichneten Kirche, Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsgesellschaft auszutreten. Neben der Religionsgemeinschaft muss die Erklärung folgende Angaben der betreffenden Person enthalten: Vor- und Familienname, ggf. Geburtsname, Geburtsdatum und -ort, Beruf, vollständige Anschrift, Familienstand, ggf. Datum, Ort und Standesamt der Eheschließung.

Auf freiwilliger Basis sollten außerdem die Angaben zur Taufe (Datum, Ort, Pfarramt) gemacht werden, um der Religionsgemeinschaft die Fortschreibung ihrer Register zu erleichtern.

Die Unterschrift in der Erklärung muss öffentlich beglaubigt und vor der beglaubigenden Amtsperson persönlich geleistet werden. Eine einfache amtliche Beglaubigung genügt diesen Anforderungen nicht.

Die Austrittserklärung darf keine Vorbehalte, Bedingungen, Einschränkungen oder sonstigen Zusätze enthalten. Erklärungen mit derartigen Zusätzen sind unwirksam! Sie kann nur höchstpersönlich, nicht aber durch bevollmächtigte Vertreter abgegeben werden.

Erforderliche Unterlagen/Angaben

Ledige Personen:

  • Gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass)
  • Geburtsurkunde, sofern Ihre Geburt nicht im Standesamt Birkenfeld/Nahe beurkundet ist
  • Nachweis der Freiwilligen Angaben:  Datum, Ort und Pfarramt der Taufe (meist in der Taufbescheinigung im Familienstammbuch Ihrer Eltern zu finden)

 

Verheiratete, verwitwete oder geschiedene Personen:

  • Gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass)
  • Nach Möglichkeit Geburtsurkunde, sofern Ihre Geburt nicht im Standesamt Birkenfeld/Nahe beurkundet ist
  • Eheurkunde, Heiratsurkunde oder beglaubigte Abschrift des Familienbuches (in der Regel in Ihrem Familienstammbuch enthalten), sofern Sie nicht im Standesamt Birkenfeld/Nahe geheiratet haben.
  • Nachweis der freiwilligen Angaben: Datum, Ort und Pfarramt der Taufe (meist in der Taufbescheinigung im Familienstammbuch Ihrer Eltern zu finden)

 

Wirksamkeit der Austrittserklärung

Eine Kirchenaustrittserklärung wird mit Ablauf des Tages rechtswirksam, an dem die Niederschrift vor dem Standesbeamten/der Standesbeamtin unterzeichnet wurde bzw. an dem die schriftliche Erklärung dem zuständigen Standesamt zugegangen ist.

Erklärungsberechtigter Personenkreis

Den Kirchenaustritt können erklären

  • Für erklärungsberechtigte Personen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben und nicht geschäftsunfähig sind: die Person selbst
  • Für Minderjährige unter 14 Jahren: personensorgeberechtigte Eltern; ab Vollendung des 12. Lebensjahres nicht gegen den Willen des Kindes zulässig
  • Für geschäftsunfähige Minderjährige nach Vollendung des 14. Lebensjahres: personensorgeberechtigte gesetzliche Vertreter
  • Für geschäftsunfähige Volljährige: Betreuer, wenn der Aufgabenkreis die Bestimmung der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft umfasst

 

Gebühren

Die Gebühr für die Entgegennahme und Bearbeitung einer mündlichen oder schriftlichen Kirchenaustrittserklärung einschließlich der Erteilung einer Austrittsbescheinigung beträgt 30,00 €.

 

 

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